Herrenhausen (aho). Nichts mehr beim Alten. Wenngleich fast. Zehn Minuten vor Abpfiff führten die Gastgeber der „Herry Horses“ mit einem sicheren 6-Tore-Vorsprung von 18:12 und alles deutete auf die vierte Auswärtsniederlage der Erhart-Sieben in dieser Landesliga-Saison hin.

Doch der Reihe nach:
Die Begegnung in der aus der vergangenen Saison beim Team aus Anderten aus der Partie gegen die TB Stöcken in unliebsamer Erinnerung gebliebene Sporthalle in der Wendlandstraße sah ein von Beginn an auf unterirdischem Niveau stattfindendes Handballspiel zwischen dem Tabellenletzten und der ohne jeglichen Auswärtspunkt angereisten II. Mannschaft den TSV. Trotz eines „Krisengipfels“ unter der Woche präsentierten sich die ersatzgeschwächt angetretenen Anderter in gewohnter Manier auf fremdem Parkett. Einziger Unterschied: Der Gastgeber war dieses Mal schlichtweg nicht in der Lage, die Unzulänglichkeiten konsequent auszunutzen.
So stand es nach etwas mehr als zehn Minuten 2:2. Die Defensive des TSV agierte zwar zunächst gut, in der Offensive hatte man jedoch erhebliche Schwierigkeiten mit der körperbetonten und mitunter überharten Gangweise der Gastgeber, die die bisweilen offenbar überforderten Unparteiischen nicht regelkonform ahndeten. Bis zum 5:5 blieb die Begegnung ausgeglichen, anschließend gelang es jedoch dem MTV, die zunehmend aufkommenden Schwächen der Gäste mutiger und konsequenter auszunutzen. Dass Volker Erhart seine Mannen mit „nur“ zwei Toren Differenz zum Pausentee bat, glich beinahe an ein Wunder.
Der Wunder nicht genug sah sich Herrenhausen zu Beginn der zweiten Hälfte beinahe genötigt, den Vorsprung weiter auszubauen: Über 12:11 gelang es der Sieben von Trainer Uwe Koschützki die Führung auf 18:12 auszubauen – und das trotz eines gut aufgelegten Keepers Sascha Michel im Tor der Gäste, der den an diesem Tage eher glücklosen Hendrik Müller zur Pause abgelöst hatte.
Nachdem auch noch „TSV-Routinier“ Ralf Graafmann vom zunehmend unsicherer werdenden Schiedsrichtergespann ein verwandelter Siebenmeter mehr als fragwürdig zurückgepfiffen wurde, schien alles beim Alten zu bleiben: Auswärts nichts zu holen.
Doch sowohl dieser Siebenmeter als auch die Hinausstellung von Michael Petersen leiteten dann offenbar die kaum für möglich gehaltene Wende ein: Sukzessive gelang es dem Team aus Anderten, sich heran zu kämpfen. Die Nervosität auf Seiten des Tabellenletzten wuchs von Minute zu Minute spürbar, dem TSV gelangen endlich die erhofften einfachen Tore über Tempogegenstöße.
Scheinbar auch konditionell am Ende der Möglichkeiten angelangt scheuten die „Herry Horses“ beinahe jeglichen Torwurf. Die „Krönung“ fand die in allen Belangen „unmögliche“ Partei als die Uhr 59 Minuten und 57 Sekunden zeigte. Verwehrten die Referees dem Gast in mindestens drei vergleichbaren Situationen in der vorangegangenen Spielzeit einen Siebenmeter, versetzte beim vierten Griff in den Wurfarm der Pfiff der Schiedsrichter Gastgeber und TSV gleichermaßen in Erstaunen. Den Siebenmeter versenkte Marcel Irmer mehr als kaltschnäuzig und bescherte dem TSV die ersten Auswärtspunkte dieser Landesliga-Saison.
„Unmöglich“ waren diese Punkte und unverdient allemal. Ein unterirdisches Handballspiel kann womöglich nicht anders enden.
Der nächste Gegner im Eisteichweg heißt am kommenden Samstag, 15.11.2008 um 19:30 Uhr HSG Nienburg. Das mit im Schnitt 42 Treffern pro Spiel mit weitem Abstand angriffsstärkste Team trifft auf die zusammen mit Tabellenführer HSG Schaumburg-Nord sicherste Defensive der Liga (im Schnitt 26). Mut machen sollte dem TSV der Punktverlust des Aufstiegsfavoriten unlängst bei der HSG Langenhagen.

TSV Anderten II:
Irmer (5), Petersen (3), Graafmann (3), John (3), Krull (2), Kostrzewa (2), Wein (1), Jürgens (1), H. Brauns, Klages, Czok, Müller (TW), Michel (TW)

 

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