AjugendinAue

Das nennt man wohl einen glücklichen Sieg: Jesper Langeheine erlöste die A-Jugend Bundesligamannschaft, das Trainerteam und die mitgereisten Anhänger in der sprichwörtlich letzten Sekunde durch einen direkt verwandelten Freiwurf zum 23:22 Auswärtssieg gegen die NSG Nickelhütte Aue. Trotz des denkbar knappen Ergebnisses hatten sich die Anderter Jungs den Sieg redlich verdient.

Dementsprechend zufrieden äußerte sich der sichtlich mitgenommene aber glückliche Trainer Nenad Pancic: „Dank eines selbstbewussten Auftritts meiner Mannschaft haben wir einen verdienten Auswärtssieg eingefahren. Über die gesamte Spielzeit waren wir die bessere Mannschaft und haben nicht einmal zurückgelegen. Am Ende hatten wir das notwendige Quäntchen Glück, das sich meine Jungs aber über die gesamten 60 Minuten auch durch eine gute Leistung erarbeitet hatten“.

Aber der Reihe nach. Beide Teams fanden nur mühsam ins Spiel, denn nach fünf Minuten Spielzeit leuchtete auf der Anzeigentafel noch immer ein schmuckloses 0:0. Dann brach Ayke Donker nach schönem Zuspiel an den Kreis den Bann und netzte zum 0:1 ein. Zwar ging die A-Jugend mit 0:2 in Führung, anschließend blieb das Spiel aber ausgeglichen, weil auch die Auer Mannschaft zu ihrem Spiel fand.

Während die Anderter Jungs mit viel Druck aus dem Rückraum agierten, gelang es den Gastgebern in der ersten Halbzeit immer wieder über die treffsicheren Außen zum Torerfolg zu kommen. Zur Pause stand es 9:10 für Anderten. Nur 9 Gegentore in der ersten Halbzeit zeigen, dass die Jungs in der Abwehr einen tollen Job gemacht hatten. Andererseits war bei nur 10 eigenen Toren offensichtlich, dass im Angriff noch Luft nach oben war.

Die Halbzeitansprache des Trainers schien gefruchtet zu haben, denn die A-Jugend konnte sich bis zur 35. Minute beim Spielstand von 10:13 zum ersten Mal mit drei Toren absetzen. Anschließend verpassten es die Anderter Jungs aber, den Vorsprung weiter auszubauen. Die A-Jugend blieb zunächst immer mit ein bis zwei Toren in Front, konnte den Gegner aber nicht abschütteln. Nun spitzte sich die Lage weiter zu. Der Auer Mannschaft gelang in der 56. Minute der Ausgleichtreffer zum 20:20. Nun drohte die Partie sogar zugunsten der Gastgeber zu kippen.

Einige unglückliche Pfiffe der ansonsten erstklassigen Schiedsrichter gegen das Team aus Anderten ließen den Blutdruck des Trainerteams auf der Bank nochmals mächtig steigen. In dieser wichtigen Phase behielt die Mannschaft aber die Nerven und hielt dagegen. In Minute 59:35 gelang den Gastgebern dennoch der Ausgleich zum 22:22. Nun blieb nur ein Angriff, um doch noch einen Sieg mit auf die Heimreise zu nehmen. Der Angriff blieb aber zunächst in der Abwehr der Gastgeber hängen, jedoch auf Kosten eines Fouls. Nach längerer Diskussion zwischen Schiedsrichtern, Zeitnehmer und Trainerbänken über die Frage, wie viel Spielzeit noch verblieb, standen noch drei Sekunden auf der Uhr. Nun sollte Jesper Langeheine den - meist hoffnungslosen - Versuch starten, den fälligen Freiwurf direkt zu verwandeln. Ihm gelang das Unmögliche: er tauchte nach links unten ab und warf sowohl an der Mauer als auch am Torwart vorbei zum Sieg ins gegnerische Tor.

Nun war kein Halten mehr. Die gesamte Mannschaft begrub den Siegtorschützen unter sich, wobei die mitjubelnden Anderter Fans sich kurzzeitig um die Gesundheit des Torschützen Sorgen machten, denn unter 13 ausgewachsenen A-Jugend Handballern begraben zu sein, machte doch einen etwas bedenklichen Eindruck.

Die überzeugende kämpferische Einstellung und der heute unbändige Wille zum Sieg wurden am Ende belohnt. Der Sieg ist einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu verdanken. Dies zeigt sich auch an dem Umstand, dass sich insgesamt sieben Spieler in die Torschützenlisten eintragen konnten. Besondere Nervenstärke bewies dabei Pascal Schuldes vom Siebenmeterstrich, da er 5 von 6 Siebenmetern sicher verwandelte.

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