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„Ihr hättet noch stundenlang spielen können! Aber bei der (SR)-Leistung hättet ihr nicht gewinnen können“ so die Stimmen der mitgereisten Fans aus Anderten. Aber gehen wir chronologisch vor.

Das Team um Marco Palazzi reiste voller Tatendrang nach Herrenhausen. Der Kader, breit aufgestellt, gut trainiert, breite Brust: Für Kristof Balke, der beruflich die Woche nicht trainieren konnte kehrte David Mittel-Wichtrup wieder zwischen die Pfosten zurück, der aus seinen Flitterwochen und nach überstandener Grippe wieder voll im Saft steht. Auch Rückkehrer Markus Feldmann, der nach seinem Auslandssemester aus Taiwan wieder das Trikot des TSV trägt und direkt einen Treffer markieren konnte, sah es gut aus. Lediglich musste der kurzfristige verletzungsbedingte Ausfall von Jonas von Fintel kompensiert werden.

„Die zu Hause ungeschlagenen Herrenhäuser spielen einen langsamen Handball, aber sehr effektiv, denn wenn du unachtsam bist schlägt der Ball im Tor ein! Das nutzen die gnadenlos aus! Das Hinspiel haben wir auch nur knapp gewonnen.“, mahnte Trainer Marco Palazzi vor dem Spiel, der an diesem Sonntag an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte.

Gut gelaunt ging es ans Aufwärmen. Doch schon beim Einwerfen wussten alle, dass diese Nuss heute nur sehr schwer zu knacken sein wird, denn die pattefreien Bälle schlugen überall ein, nur nicht im Tor. So dauerte es fast 7 Minuten bis die Männer von der Schleuse ihr erstes Tor feiern konnten, jedoch hatte es zu der Zeit bereits 4 Mal im Kasten von Bjarne Deiters geklingelt. Wenig Spielwitz, eine löchrige Abwehr und das Spiel nahm seinen erwarteten Lauf und die Anderter liefen ständig einem Rückstand hinterher. Nach 15 Minuten beim Stand von 8:3 wurde es Marco Palazzi zu bunt und er legte die Grüne Karte. Kurze knackige Ansprache und eine komplette Kaderumstellung sollten die Wende bringen. Nach kurzer Eingewöhnungsphase ging es tatsächlich auch bergauf. Tor um Tor kämpfte sich die Mannschaft ins Spiel. Die Abwehr stand deutlich besser und viele Bälle wurden leicht gewonnen. Doch hieraus konnte die Mannschaft kein Kapital schlagen. Sinnbildlich hierfür die Aktion wenige Minuten vor der Halbzeit: Tolle Abwehrarbeit der Anderter, die Herrenhausen zum Fehler zwang, langer Pass von TW David Mittel-Wichtrup zu RA Florian Wilhelm der den Pass einfach verfing… Anstatt mit dem Gegenstoß den Treffer zum 12:9 zu markieren, läuft der Gegenzug der Herrenhäuser, die mit einem Strafwurf zum 13:8 verwandeln konnten. Randnotiz: Florian Wilhelm handelte sich bei diesem Strafwurf eine gelbe Karte ein, mit seiner sachlichen Äußerung „Die könnten ja auch schneller den Werfer wechseln“. Leider sollte es nicht die einzige fragwürdige Entscheidung des Tages gewesen sein. Zurück zu Spiel, trotz der vielen Fehler auf Seite der Anderter, konnte sich die Mannschaft aus Herrenhausen kaum weiter absetzen und so ging es trotz des kurzzeitigen Rückstandes von 6 Toren mit nur 13:9 in die Kabine.

Wie aus den letzten Wochen bekannt, sollte der Pausentee eine Veränderung im Spiel bringen und diese Woche sogar eine Positive! Die Kabinenansprache von Trainer Marco Palazzi kurzgefasst: „In der Abwehr haben wir sie endlich. Wir zwingen sie zu unvorbereiteten Abschlüssen und Fehlern. Wir stehen deutlich kompakter und sind wacher. Jetzt müssen wir nur noch vorne die Dinger reinmachen und dann gewinnen wir das Ding!“ Gesagt getan! Die Männer von der Schleuse starteten deutlich stärker in die zweite Halbzeit und nagten Tor um Tor am Vorsprung. Es wurde Handball aus den Lehrbüchern gespielt. Hinten den Ball gut gehalten oder durch die immer besser werdende Beinarbeit in der Abwehr den Ball erobert im Gegenzug die Zweite Welle ausgespielt, durchgespielt, Timo Weymann auf Linksaußen einen guten Winkel vorbereitet und zack – der Ball schlägt im Tor ein. Timo Weymann der in der letzten Woche Geburtstag feierte (die besten Glückwünsche nachträglich) und am Samstag zum grandiosen Teamdinner einlud, konnte 5 Tore zum Spiel beisteuern, in der 43. Minute sogar zum Zwischenstand von 17:15. Die Hausherren reagierten und nahmen die Auszeit bevor es in die Crunchtime beim Stand von 18:16 ging. Die Halle (bestehend aus 5 Fans aus Anderten, 4 Fans aus Herrenhausen, 3 neutralen Zuschauern und dem Wischer und Ordner) spürte die mögliche Sensation in der Luft. Sollte es zur ersten Niederlage der Herrenhäuser vor „heimischen“ Publikum kommen? Minutenlang stand das Spiel Spitz auf Knopf.  Nach und nach spielten sich die Anderter in einen Rausch und es stand passend in der Crunchtime nur noch 18:17. Die Hausherren zeigten nun Nerven und spielten noch langsamer als bislang. Die Hoffnung auf ein Passives Spiel wuchs, wurde leider nicht von den Spielleitern erwidert. In den letzten 15 Minuten konnte es gar nicht spannender zugehen, doch leider konnten die Anderter an diesem Tage nicht ausgleichen oder in Führung gehen. Beim ersten Mal, war es angeblich ein Schrittfehler der den Ausgleichstreffer verhinderte (Randnotiz: der erste in diesem Spiel). Beim nächsten Mal ein angebliches Stürmelfoul. Im Gegenzug kassierte man Gegentreffer um Gegentreffer. Endgültig jetzt platze Trainer Marco Palazzi der Kragen und er machte den Schiedsrichtern klar, dass er mit deren Entscheidungen am heutigen Tage nicht zufrieden war und holte sich in der 55. Minute die gelbe Karte ab, als es die vorentscheidende Situation gab und Herrenhausen durch Strafwurf mit Hinausstellung zum 24:20 traf. Das letzte Aufbäumen in den letzten Minuten wurde nicht von Erfolg gekrönt und Benjamin Nowak setzte in der 59. Minute den Schlusspunkt zum Endstand von 25:21.

Nach dem Spiel musste auch Torwart David Mittel-Wichtrup seinen Emotionen freien Lauf lassen: „Gefühlte 55 Minuten stehen wir in der Abwehr. Dafür sind 25 Gegentore echt gut.  Die lullen uns sowas von ein, spielen einen hässlichen Handball, langsam ohne Druck zum Tor und bei jedem Körperkontakt wird einem eine harte Spielweise vorgeworfen! Und dann auch noch ohne Harz! So macht Handball keinen Bock, vorallem wenn du in den entscheidenden Phasen auch noch in Unterzahl spielen musst! Trotzdem Glückwunsch an die Jungs aus Herrenhausen zu ihrem „Heimwärtssieg“ .“  

Für den TSV sind aufgelaufen: Bjarne Deiters und David Mittel-Wichtrup zwischen den Pfosten, Ferdinand Dey (1), Florian Wilhelm, Lennart Katz (5), Nikolai Berger, Jari Rüdiger (6), Nico Zelmer (2), Pelle Schoof, Markus Feldmann (1), Timo Weymann (5) und Dominik Schulz (1).

Wir sparen uns das „nächste Woche muss es wieder besser werden“ Geschwafel. Mund abputzen – weitermachen! Schlecht gespielt, schlechter verloren.

Denn am nächsten Wochenende steigt DAS DERBY gegen TVE Sehnde. Bereits das Hinspiel war ein Hingucker: 9 Minuten vor Schluss lagen die Männer von der Schleuse noch mit 3 Toren hinten…. Gewannen am Ende mit 2 Dingern und erlebten einen fantastischen Mannschaftsabend. Also seid dabei und peitscht die Jungs am Sonntag, 24.02.2019 um 18:00 Uhr in der Eisteichhalle zum Sieg!!!!

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