Mazic

Milan Mazic (Foto) versetzte über 400 Fans des HSV Hannover eine Sekunde vor Schluss in Extase. Nach Pass von Bastian Riedel traf der Torjäger zum 32:31-Sieg im Derby der dritten Liga Nord gegen Handball Hannover Burgwedel und verschwand danach in einer Jubeltraube seiner Mitspieler. Nach drei Unentschieden gab es endlich mal wieder beide Punkte und nach dem Schlusspfiff Party pur.

Im ersten Durchgang ließ nichts darauf hoffen. Die Stimmung auf den Rängen war genauso farblos wie das Spiel. Bis zum 4:3 (10.) durch Hubertus Brandes ging der Plan des HSV auf, danach lief nichts mehr. Ohne Linkshänder auf Rechtsaußen und ohne Tempo im Angriff schleppten sich die Anderter mehr recht als schlecht durch die Partie. Burgwedel musste nicht glänzen, sondern nur die Fehler bestrafen, um die Partie zum 12:8 (23.) zu drehen. Hätte Kay Behnke bis zur Halbzeit nicht drei Fahrkarten geschossen, die 17:13-Führung hätte höher ausfallen können.

HSV-Trainer Stephan Lux reagierte, brachte im Angriff den siebten Feldspieler und Jonas Lange ins Tor. Die letztlich entscheidenden Umstellungen, die sich bis zum 16:20 (36.) zunächst nicht auswirkten. „Wir müssen den Ball schneller laufen lassen“, forderte Routinier Bastian Riedel seine Mitspieler auf. In der Folge machte der HSV endlich Tempo und mit einer spektakulären Doppelparade weckte Jonas Lange, die bis dahin scheinbar erstarrten Fans.

Endlich war Feuer im Spiel und mit seinen fünf Toren drehte Philip Müller die Partie mit fünf Toren zum 28:25 (53.). Es ging jetzt hin und her und der HSV hatte Glück, dass Burgwedel zweimal das leere Tor nicht traf. Das Spiel wogte jetzt hin und her und beim Stand von 31:29 unterliefen den Andertern zwei folgenschwere Fehler, die Thomas Bergmann 47 Sekunden vor der Sirene zum Ausgleich nutzte. Eine letzte Auszeit von Stephan Lux und dann Freiwurf für den HSV. Als alle mit dem Wurf rechneten, folgte der geniale Pass auf Milan Mazic und wenig später wurde die Halle zum Tollhaus.

Stimmen:

Jürgen Bätjer (Trainer Burgwedel): „Ganz bitter. Meine Jungs machen das eigentlich gut. Wir haben das im Video geguckt (zur letzten Szene). Die ganze Halle weiß, dass wir die Mitte nicht aufmachen dürfen. Wir hatten vorher auch Pech mit Latte und Pfosten. Ich bin ein wenig ratlos. Es ist schwer, nach so einer Niederlage wieder aufzustehen.“

Stephan  Lux (Trainer HSV): „Wir waren in der ersten Hälfte nicht anwesend. Ich musste in der Kabine fragen, ob wir wissen, dass es ein Derby ist. Den siebten Feldspieler habe ich gebracht, weil vorne nichts ging. Am Ende müssen wir das souveräner gewinnen, aber wir sind nervlich stabil.“

Sascha Muscheiko (Spieler HSV): „Burgwedel ist eine starke Mannschaft. In der zweiten Hälfte haben wir das aber gut gemacht und mehr Glück gehabt.“

Bastian Riedel (HSV-Routinier): „Vielleicht dachte Burgwedel, dass ich werfe, aber der Kreis ist ja total offen. Wir haben nicht gut gespielt und in der ersten Hälfte zu viele Fehler gemacht. Trotzdem war der Sieg aber nicht unverdient.“

Newsflash

Unser Jahresrückblick

in Bildern

Ab sofort sind in unser Galerie aktuelle Bilder der Anderter Jungs

Zur Eisteicharena

Sponsoren

duve 167x61easy-fitnessBenckendorf Logo Web 167x61

Spenden

Unterstützen Sie die Handballabteilung des TSV Anderten. 

Erfolgreiche Jugendarbeit ist mit reinen Vereinsbeiträgen kaum zu leisten. Wir freuen uns daher über jede Spende.