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Länger als eineinhalb Jahre ist es her, als die Stadt Hannover einen Großteil der Duschen in der Sporthalle Anderten, im Eisteichweg, auf Grund Legionellen sperrte. Damals im April 2016 sprach man bereits von einer „Quick and Dirty“-Lösung die her sollte. Was bis jetzt passierte – Nichts!

Auch im August 2016 versprach der Bezirksrat sich intensiv mit der Lösung des Problems zu beschäftigen. Sportler, Trainer und Eltern der Jugendspieler des TSV Anderten sind mittlerweile einfach nur noch genervt von diesem Zustand. Zu Recht findet stv. Jugendwartin Sarah Steffen: „Es ist eine absolute Zumutung und bodenlose Frechheit, wie mit den rund 250 aktiven Spielern umgegangen wird.“ Nicht nur in der Woche werden die 22 Mannschaften des Vereins durch Kabinen und Duschen geschleust, an den Wochenenden kommen - während des Spielbetriebes - auch noch die Gastmannschaften dazu. „Unsere eigenen Mannschaften verzichten bereits auf eine Kabine mit Duschen, weil man das den Gastvereinen nicht zumuten will.“, so Steffen weiter. Auch Eltern haben sich bereits an Stadt und Region gewandt. Die Reaktionen ernüchternd. „Uns ist bekannt, dass die Sporthalle Eisteichweg in keinem guten Zustand ist.“, heißt es in dem Antwortschreiben. Zwar wird weiter von der Zuwendung „erheblicher finanzieller Mittel“ gesprochen aber auch im gleichen Absatz Überlegungen angedeutet, ob diese Gelder dort wirklich sinnvoll angelegt wären.

Jetzt kam zumindest wieder etwas Bewegung in die Sache. Am vergangenen Donnerstag war Innenminister Boris Pistorius in der Sporthalle, um sich selber ein Bild von der Anlage zu machen. Natürlich – wieder wurde von einer „Quick and Dirty“-Lösung gesprochen. Ob jetzt wirklich mal etwas passiert oder wieder alles nur „Wahlkampfpolitik“ war, wird sich zeigen…