Immer wieder sonntags trägt die Dritte ihre Spiele aus und letzten Sonntag stand das Derby gegen Sehnde auf dem Programm. Bereits in der Trainingswoche wurde klar, welchen Stellenwert dieses Spiel für die Männer von der Schleuse hat. „Wir haben sehr gut und vorallem sehr konzentriert trainiert. Schnelle Ballvorträge, Entscheidungstraining und Wurftraining standen in der Woche vor dem Spiel auf dem Programm. In den Abschlussspielen gegen die Zwote konnten wir beide Male als Sieger vom Feld gehen und konnten denen zeigen, wo der Frosch die Locken hat“, fasste Malte Kostrzewa die Trainingswoche noch kurz vor dem Spiel zusammen, der am Mittwoch das Training übernahm. „Alle Zeichen stehen heute auf Sieg“, fügte er mit einem selbstbewussten Lächeln hinzu. Vor dem Warmmachen herrschte eine ganz besondere Stimmung in der Halle.

Es war sehr ruhig und allen Spielern konnte man die Fokussierung im Gesicht ansehen. Da Hannover 96 mal wieder verlor, strömten schon sehr früh Zuschauer in den Eisteichweg und sahen ein selbstbewusstes Warmmachen der Jungs. Zum Ende der Kabinenansprache fasste sich Timo Weymann (ja er ist unser Wahl-Sehnder) ein Herz und motivierte die Mannschaft auf seine besondere Art: „Wenn ich am Montag Morgen zum Bäcker gehe, will ich das im Anderten-Trikot machen. Jeder im Dorf soll wissen, wer Derbysieger ist. Das will ich am Dienstag wiederholen und die ganze Woche durchziehen! Lasst uns Gas geben und das Spiel gewinnen!!!“

Zu Beginn des Spiels zeigte die Ansprache Wirkung. Die Mannschaft von Trainer Marco Palazzi ging von der ersten Sekunde an sehr konzentriert zu Werke. Nach 5 Minuten hatte die Mannschaft zu Ihrem Spiel gefunden. Die starke Abwehr funktionierte heute sehr gut im Zusammenspiel mit dem gut aufgelegten David Mittel-Wichtrup im Tor. Gerade im Angriff wurde konsequent durchgespielt und klare Chancen genutzt. Nico Zelmer schoss sich warm und die Zuschauer sahen das gewünschte Spiel. Bis zur Auszeit der Gäste in der 13. Minute konnte sich der TSV Tor um Tor vom 2:2, über 5:2 bis zum 10:4 absetzen. Die Ansprache des Trainerteams um Sebastian Hacker zeigte Wirkung. Die Abwehrreihe der Sehnder steigerte sich, die Anderter bauten nun vermehrt technische Fehler ein und fingen sich hierdurch einige leichte Tore und es ging über 11:8 und 13:10 mit 13:12 zum Pausentee. Gerade in den letzten 15 Minuten vor der Halbzeit erlebten die rund 85 Zuschauer das zweite Gesicht der Anderter, was schon in Herrenhausen gezeigt wurde. Wenig Spielwitz, unnötige Fehler und der Gegner wurde in der Abwehr zu einfachen Toren eingeladen.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Strafwurf Sehnde, gehalten! Nachwurf: wieder gehalten von David Mittel-Wichtrup. Die Fans hofften auf den dringend herbeigesehnten Ruck der durch die Mannschaft gehen musste. Leider vergebens. Das Spiel stand auf Messers Schneide und es ging Tor um Tor und auch der Sehnder Torwart hatte sich bei seinem Gegenüber ein paar Moves abgeguckt und parierte zunehmend die Bälle. Ab der 40. Minute beim Stand von 18:17 begannen die Anderter wieder eine kurze starke Phase. Jonathan Holzgreve und Jari Rüdiger nahmen in der Phase das Zepter in die Hand und führten die Mannschaft zu einem 4-Tore-Vorsprung. Vor dem 21:17 zeigte Marco Palazzi sein trainerisches Fingerspitzengefühl: Beim Strafwurf der Sehnder wechselte er die Torhüter. Bjarne Deiters läuft auf das Spielfeld. Ungeachtet der Pfiffe und tollen Kommentare der Sehnder baute er sich vor Torge Bröcker auf und parierte den Strafwurf und die Halle stand Kopf!

Passend zur Crunchtime machten beide Mannschaften das Spiel zu einem Derby und es wurde spannender als beim abendlichen Tatort im Ersten: 48. Spielminute und Felix Zimmermann netzt zum 22:21 ein. Man konnte die Spannung riechen und es hält keinen mehr auf seinen Sitzen. Angriff für Angriff das gleiche Spiel entweder folgten ein Fehlwurf oder Fehlpass oder Zimmermann, Leymann, Holzgreve oder Rüdiger reihten sich in der Torschützenliste ein. Beide Mannschaften wollten den Sieg und die Phasenweise geschlagen geglaubten Sehnder mobilisieren ihre letzten Kräfte. In der 57 Minute hätte es zur Vorentscheidung kommen können. Nico Zelmer steht beim Stand von 26:25 am „Punkt“ und scheitert. Im Gegenzug gleicht Simon Hartmann aus. Nur kurze Zeit später setzte sich Jonathan Holzgrefe, der ein überdimensional geiles Spiel gemacht hat, durch und wird frei vor dem Tor abgeräumt. Wieder Strafwurf für den TSV. Wer wird sich den Ball nehmen, wer hat die Eier... Die Mannschaft war sich sicher, es konnte nur Jari Rüdiger sein. Er tritt an und trifft zum Endstand von 26:25.

Die Chance auf den Last-Minute-Ausgleich hatten die Sehnder: Auf Halblinker Position vom 9-Meter stand Christian Leymann bereit um den direkten Freiwurf zu verwandeln. Glücklicherweise hatte er nicht mit der Siegesparade von Bjarne Deiters gerechnet, der diesen Ball entschärfte und im Anschluss im Siegerjubel „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“ trällerte. „Genau deswegen liebe ich Handball. Hätten wir mit 10 gewonnen, hätte das niemanden gejuckt. So kannste in 15 Jahren zusammensitzen und dich an diesen geilen Sieg erinnern. Man war das geil!!!“ fasste Marco Palazzi das Spiel zusammen bevor es zum Siegerselfie ging. Weil es so schön ist.... DERBYSIEGER!!!!! DERBYSIEGER!!!!!

Für den TSV hielten Bjarne Deiters und David Mittel-Wichtrup den Kasten sauber, im Feld traten an: Ferdinand Dey, Florian Wilhelm (2), Lennart Katz, Nico Zelmer (5), Nikolai Berger, Jari Rüdiger (4), Malte Kostrzewa (2), Pelle Schoof (5), Markus Feldmann (1), Timo Weymann (1), Jonathan Holzgreve (6) und Dominik Schulz.

Newsflash

SAISONABSCHLUSSFEIER

11.05.2019

im Eisteichweg

SAVE THE DATE!

Zur Eisteicharena

Sponsoren

duve 167x61easy-fitnessBenckendorf Logo Web 167x61

Spenden

Unterstützen Sie die Handballabteilung des TSV Anderten. 

Erfolgreiche Jugendarbeit ist mit reinen Vereinsbeiträgen kaum zu leisten. Wir freuen uns daher über jede Spende.