Als der Schlusspfiff in Lehrte ertönte, konnte man in den Gesichtern der Anderter Spieler deutlich die Enttäuschung über die Niederlage ablesen.
Viel hatte man sich vorgenommen und wollte den Gastgeber so richtig ärgern. Dies gelang auch über weite Strecken, doch leider reichte es nicht ganz um etwas Zählbares mitzunehmen.
So musste man sich dem Lehrter SV letztendlich mit 30:23 geschlagen geben. Was für einige auf den ersten Blick als deutlicher Sieg erscheinen mag, täuscht sich enorm.

In einem Duell auf Augenhöhe war es die Vierte, die mit dem ersten Tor den Startschuss für ein packendes Derby gab. Zu Beginn gestaltete sich das Spiel vom Ergebnis her sehr ausgeglichen, ehe sich der Gastgeber beim Stand von 3:3 mit schnellen Toren auf 6:3 absetzte. Als es in der 17. Minute 10:5 für Lehrte stand nahm Spielertrainer Thorsten Katz die dringend notwendige Auszeit.
Mit dem Wechsel von einer 6-0 auf eine 5-1 Abwehr verriegelten die Vierte ihr Tor und ließ bis zur Halbzeit nur vier Gegentore zu, im Angriff dagegen konnte man sechs Tore verbuchen. So stand es zur Halbzeit 14:11.

In der Halbzeit änderte Thorsten Katz die Defensivvariante erneut und wollte mit einer 4-2-Deckung die Lehrter überraschen.Dieses Mittel sollte aber nicht den gewünschten Erfolg bringen und so sah man sich erneut mit einem deutlichen Rückstand von 20:15 im Hintertreffen.

Die Vierte wäre aber nicht die Vierte, wenn sie sich auch von diesem Rückstand in der 40. Minute entmutigen ließe. Mit einer Energieleistung kämpften sich die Anderter erneut auf drei Tore zum 23:20 heran.

Ab der 47. Minute musste die Vierte dann auf Jari Rüdiger verzichten, der in einem Zweikampf unglücklich umknickte und sich einen Außenbandriss zuzog. Dies schien offenbar ein Knackpunkt im Spiel der Gäste zu sein. Fortan spielte man viel zu hektisch im Angriff. Mit einigen Aluminiumtreffern und technischen Fehlern kam man nicht mehr nah genug heran, um die Lehrter noch nervös zu machen.
Auch die, in den ersten 50 Minuten so starke Abwehr, ließ die letzte Konsequenz dann vermissen.
So setzte sich der Tabellenführer bis zum Ende weiter ab und siegte mit 30:23.

Am Ende eines solchen Spiels überwiegt natürlich die Frustration über das erste verlorene Derby, das mit packenden Zweikämpfen, sehenswerten Toren und hochschäumenden Emotionen (auch bedingt durch eine schwache Leistung des Referees) alles bot, was ein Handballspiel braucht.
Mit etwas Abstand wird man jedoch erkennen, dass man eine starke Leistung bot und Lehrte vor enorme Probleme stellte.
Außerdem gibt es noch ein Rückspiel in der Arena am Eisteichweg. Mit einer vollen Halle und der grenzenlosen Motivation dieses Spiel aus Sicht der Vierten erfolgreicher zu gestalten, wird man dann sicher die Punkte zu Hause behalten.

Nach der ersten Halbserie in der Geschichte der 4. Herren ist es nun Zeit für ein erstes Fazit:
Wenn man die ersten Spiel gesehen hat, musste man zunächst skeptisch sein, wie das Abschneiden ausfallen würde. Mit dem "Rumpelhandball" verlor man aus den ersten fünf Spielen ganze vier. Absoluter Tiefpunkt war dann die derbe Niederlage gegen Hänigsen. Diesen Tiefschlag war die Initialzündung für eine fulminante Siegesserie von vier Spielen.
Mit dem 5. Tabellenplatz kann man nun also sehr zufrieden sein, zumal man in Schlagdistanz zum Tabellenfünften und -vierten ist.
Im Folgenden gilt es allerdings noch an der Konstanz im Spiel zu arbeiten und auch mal 60 Minuten lang ein dominantes Spiel abzuliefern. Außerdem wird es wichtig sein, den Druck von der Lebensversicherung Gerrit Scharbert zu nehmen. Es wäre wichtig, dass noch 2-3 weitere Spieler konstant um die fünf Tore werfen, um sich für den Gegner auch unberechenbarer zu machen.

Am kommenden Sonntag startet die Rückrunde für die Vierte bereits mit dem Spiel gegen Germania List Hannover 2. Am 15. Dezember will man um 16 Uhr in der Hebbelstraße noch eine offene Rechnung begleichen und mit zwei Punkten in die Weihnachtszeit gehen.
An alle Fans eine herzliche Einladung, uns zu unterstützen.

Es spielten: Thorsten Katz und Matthias Meyerhoff im Tor, Gerrit Scharbert (14 Tore), Nigel Weidemann (3 Tore), Dirk Schroeter (2 Tore), Patrick Friedrich, Michael Günther, Christopher Reinert und Maximilian Spohr (je 1 Tor), Maximilian Brandes, Jari Rüdiger, Florian Taubert, David Weidemann

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SAISONABSCHLUSSFEIER

04.05.2019

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